Der Beginn der Ronar-Trilogie!
Ronar
"...was einen in Ronar erwartet, ist keine gewöhnliche Fantasy-Geschichte, sondern
ein ausgeklügelter Plot über Selbstfindung, den Wert der Freunschaft und die Macht
der Manipulation, geschickt umwoben von einer phantastischen Welt voller Magie."
Leselurch
Leseprobe:
Der Geheimnisvolle
Es war Nacht geworden. Ronar hatte sich auf dem weichen Waldboden ausgestreckt,
und der Elthe hatte ihm seinen langen weißen Umhang als Zudecke überlassen.
Er selbst lehnte mit dem Rücken am Stamm einer hochgewachsenen Buche und blickte
ruhig in die Dunkelheit, aufrecht stehend und unbeweglich. Das Mondlicht fiel in
satten Strahlen durch die Blätter und ließ den Stein in Athanians Stirnreif rot aufleuchten.
Ronar konnte den Blick nicht von ihm lösen, so geheimnisvoll sah der Elthe aus in dem weißen
Mondlicht. Ronar wusste jetzt, dass er sich vorhin nicht geirrt hatte, die Konturen seiner
Gestalt verschwammen tatsächlich immer wieder, und obwohl Ronar geglaubt hatte, sich schon
ganz an den Anblick des Elthenherrschers gewöhnt zu haben, fand er ihn jetzt fremd und einschüchternd.
Die schwarzen Augen glühten von diesem inneren Feuer, und Athanians Körper schien allmählich im
Dunkel zu verschwimmen. Das Mondlicht veränderte seine Farbe. Es war auf einmal so, als stünde
Athanian nicht neben Ronar, sondern befinde sich in weiter Ferne an einem anderen Ort.
Die Gestalt des Elthen verlor ihre festen Umrisse. Ronar rieb sich ungläubig die Augen, vielleicht
träumte er ja nur? Aber die unwirkliche Situation änderte sich nicht. Da streckte er die Hand aus,
um Athanian zu berühren – und griff ins Leere.
Ronar wurde eisig kalt vor Schreck. Wer war sein Gegenüber, das ihm im Hellen so vertraut vorgekommen
war? Und dann, einen atemlosen Augenblick später, wandte ihm der Elthe das Gesicht zu, ein vollkommen
fremdes Gesicht, in dem Ronar endlose Untiefen und das Wissen um unsagbar furchtbare und schmerzliche
Dinge erkannte. Er sprang auf und wollte davonlaufen, da sah er mit einem Mal noch etwas anderes:
Auch die Gewissheit um die Schönheit allen Lebens, die er von seinen einsamen Nächten unter dem Mond
in den Zweigen des Birnbaums kannte, spiegelte sich in diesen Augen. Er blieb stehen und fühlte,
wie sein Herz wieder aufhörte zu hämmern.
Roman
ISBN 978-3-8370-5260-2
Books on Demand,
Norderstedt 2009,
256 S., broschiert,
16,80€
Mitreißende und ermutigende Fantasygeschichte um einen Außenseiter: Der
zwölfjährige Findeljunge Ronar bricht auf, um seine Ziehschwester zu suchen, die
von geheimnisvollen Reitern entführt wurde.
Ist es Schicksal oder Magie, was Ronar zum Zaubervolk der Elthen und
ihrem mächtigen und weisen Herrscher Athanian geleitet? Der Weg in den
Nebelwald und die Reise mit Athanian führt ihn zugleich tief in sein
Inneres - denn er wird erfahren, wer er ist und welchem Zweck seine
Suche dient.
Auf der Burg im Kargen Land wartet der Schwarze König. Er fordert den
Elthenherrscher zum Kampf auf Leben und Tod - und Ronar gerät zwischen
die Fronten der beiden Mächte...
Durch das Erlernen der Zauberkunst erfährt Ronar, was Macht im Bösen wie
im Guten bewirken kann. Er muss viele Gefahren bestehen und sich der
größten aller Herausforderungen stellen: seinem eigenen Ich.
Der Mitte 2009 erschienene Debütroman von Anke Höhl-Kayser bietet
den Lesern weit mehr als gute Unterhaltung - er konfrontiert darüber
hinaus mit zentralen Fragen unserer Existenz.
Ein spannendes und poetisches Abenteuer - nicht nur für jugendliche
Leser!
"Wer für Kinder schreibt, übt den Beruf des Schriftstellers unter
erschwerten Bedingungen aus, und dies freiwillig. (...) Wer für
Erwachsene schreibt, schreibt ausschließlich für Erwachsene. Wer für
Kinder schreibt, schreibt automatisch für Erwachsene mit." - Otfried
Preußler
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