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Teil 2 der Ronar-Trilogie!
Ronar – Zwei Welten
"Mit Ronar - Zwei Welten schafft Anke Höhl-Kayser erneut einen Fantasyroman für Jung und Alt, der bestimmte Werte ohne erhobenen Zeigefinger vermittelt und spannend zugleich ist."
Lesemaniac Blogspot
Leseprobe:
Prolog
Am Nachthimmel steht zwischen unzähligen Sternen ein noch fast voller Mond. Seine weißen Ebenen und grauen Täler leuchten verheißungsvoll herunter. Ihr Anblick sendet einen Lockruf in Ronars Herz, und es antwortet mit schwermütigem Sehnen.
Es ist Ronars dritte Nacht im Nebelwald, und er ist ein Stück in den Wald hinein gegangen, weil er allein sein muss.
Noch hat das Vergessen kein tröstendes Dämmerlicht über seine Seele gebreitet. Noch sieht er immer wieder die Bilder der zusammenstürzenden Burg seines Vaters vor seinen Augen, noch wirbelt der schwarze Staub in seinen Gedanken ebenso düster herum wie die Frage nach dem Schicksal seiner Mutter.
Dass Elaran nicht tot ist, weiß Ronar – er hat den Raben auf dem Strauch gesehen. Aber wo ist Parina? Auf der Burg war keine Spur von ihr mehr zu entdecken, und ihre Hütte ist verlassen - nicht einmal die Elthen können sie finden. Was ist aus ihr geworden, die so mutig geholfen hat, nicht nur Athanian, sondern auch Ronar aus der Herrschaft Elarans zu befreien?
Er schaut aufgewühlt hinauf zum Mond und sucht in seinem Licht den Trost, den er in seinen einsamen Nächten im Haus des Schmieds so viele Male empfangen hat.
Da verändert sich das helle Weiß, wird schwächer, silbrig. Der Mond öffnet sich wie ein Tor und gibt den Blick frei auf eine fremde Stadt mit unzähligen riesigen Bauwerken. Die Landschaft ist zerschnitten von grauen, teils sich windenden, teils schnurgeraden Flüssen, auf denen eine Vielzahl kleiner bunter Schiffe fährt.
Ronar versucht noch zu verstehen, was er sieht, als sich das Tor bereits wieder schließt.
Was ist das gewesen?
Soll er Athanian danach fragen?
Er hat sich schon umgewandt und will loslaufen, doch dann trifft er eine Entscheidung. Er wird nichts dergleichen tun.
Bei den Menschen hat er lange genug als Sonderling gegolten.
Es soll hier im Nebelwald bei den Elthen anders sein, er will sein neues Leben nicht auf diese Weise beginnen.
Er atmet tief ein.
Hat er überhaupt etwas von Bedeutung gesehen? Haben ihm seine Augen nicht vielleicht einen Streich gespielt, weil er zu lang in die gleißende Helligkeit gesehen hat?
„Nein, ich werde mich nicht wieder zum Gespött machen durch Verrücktheiten!“ sagt er heftig. Nur ein bisschen Magie ist nötig, seinen Entschluss zu besiegeln.
Im nächsten Moment hat er seine Beobachtung auch schon vergessen.
Roman
ISBN 978-3-8423-2629-3
Books on Demand,
Norderstedt 2010,
320 S., broschiert,
18,80€
Ein Jahr ist vergangen, seitdem Ronar seinen Vater, den Schwarzen König Elaran, besiegt und die Elthenkrone für Athanian zurückerobert hat.
Doch dann wird Ronars Welt von einem unvorhergesehenen Ereignis aus den Angeln gehoben: Eine mysteriöse Krankheit sucht Athanian heim. Ronar steht ihm mit seinen magischen Kräften zur Seite. Ihre einzige Hoffnung ist Ronars Vater: Nur er kann Athanians Leben retten.
Unterdessen wird der Elthenpalast von einem fürchterlichen Feind angegriffen, gegen den sich Athanians Sohn Avenor als neugewählter Herrscher trotz seiner Selbstzweifel und seines Zwists mit seinem Bruder Satya behaupten muss.
Ronars und Athanians Reise führt die beiden Freunde durch Zeit und Raum. Wird der Schwarze König ihnen helfen?